[Die Montagsfrage | Persönlich] Was sind deine Lesevorsätze für 2020?

[Die Montagsfrage | Persönlich] Was sind deine Lesevorsätze für 2020?

6. Januar 2020 Beiträge Fragen & Antworten Montagsfrage Persönlich 1

Ein neues Jahr, ein neues (Lese)Glück. So, oder so ähnlich klingt bei einem Buchliebhaber wohl der Beginn eines neuen Jahres.

So auch meines. Tatsächlich habe ich mir (neben den üblichen Vorsätzen) den Vorsatz gefasst mehr zu lesen, mehr Hörbuch zu hören und darüber zu posten, mit euch Lesern über die verschiedenen Bücher zu diskutieren oder auch überschwängliche Rezensionen zu schreiben (oder solche, die ganz das Gegenteil von überschwänglich sind).

Deswegen trifft es sich gut, dass ich zu Weihnachten einen eBook-Reader als Geschenk bekommen habe. So kann ich (wenn ich gerade keine Hörbücher verschlingen kann), Buch, um Buch, um Buch auch unterwegs beenden und neu anfangen. Seltsamer Weise habe ich dennoch immer ein Buch im Gepäck. Irgendwie gehört das bei mir zur Grundausstattung.

Nun denn, kommen wir wieder dazu zurück, was meine Lesevorsätzte sind. Viele haben Listen. Listen, die sie abarbeiten, weil entweder ein SuB oder schon ein Regal voller ungelesener Bücher vorherrscht. Auch mit Zahlen wird um sich geworfen. 50 Bücher im Jahr? 100 Bücher oder doch lieber 200?

 

Bild von Mystic Art Design auf Pixabay

Nun, wer mich kennt, der weiß, dass ich auch einmal so gelesen habe, dass ich ein bestimmtes Ziel hatte, so um die 100 oder 200 Bücher. Aber ich muss zugeben, persönlich finde ich eine solche Zahl eher kontraproduktiv. Lesen ist eher ein Hobby für mich. Kein Marathon. Auch wenn viele gerne mit der Zahl der verschlungenen Bücher angeben, mag ich diese Art nicht mehr so ganz. Als ich damit angefangen habe mir eine Leseziel zu setzten, dass ich mehr als hundert Bücher im Jahr lese, wurde ich leicht hektisch, wenn ich das Ziel nicht erreicht habe. Und wie man das so von Vorsätzen kennt, ändert sich das eigene Verhalten im Verlaufe des Jahres beträchtlich. So werden Vorsätze für mich eher zu einer Einengung als zu einer Motivation.

Weswegen ich mich gegen eine Zahl an zu lesenden Büchern entscheide. Weswegen ich mir lieber vornehme mir mehr Zeit mit den schönen Welten zu lassen, die in diesen Büchern beschrieben wird, als Marathonmäßig ein Buch nach dem anderen zu lesen und in der Mitte des Jahres festzustellen, dass ich doch den Inhalt des Buches vom Anfang des Jahres nicht mehr kenne, es nur zu einer bloßen Zahl wird, um gut dazustehen.

Ich für meinen Teil finde das den guten Büchern nicht gerecht. Klar wird es Jahreshighlights geben. Oder gar Bücher, die mich im Monat komplett von den Socken gehauen haben. Jedoch weiß ich auch, dass einige Highlights ein bisschen länger in einem arbeiten müssen, um sich zu festigen, um unvergesslich zu werden. Weswegen ich mir einfach als Leseziel festlege, dass ich mehr lesen werde. Mit dem eBook-Reader oder aber als Buch zwischen meinen Händen. Egal wie viel. Selbst wenn es wenige Bücher sind, so werde ich diese gewiss nicht untergehen lassen. 

 

 

Eine Antwort

  1. Sehe ich auch so. Eine Zahl als Ziel erzeugt immer eine Art Druck. Beim Schreiben mag sowas nützlich sein, aber ich will ja kein professioneller Leser sein xD
    Überhaupt zu lesen oder diesem Hobby mehr Zeit einzuräumen ist auch mein Mittel der Wahl und mindestens eine Stunde am Tag mein Vorsatz für dieses Jahr.

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