[Hobby-Sonntag | Persönlich] Vorstellung: NieR: Automata

[Hobby-Sonntag | Persönlich] Vorstellung: NieR: Automata

20. Oktober 2019 (Buch)Vorstellung Beiträge Hobby-Sonntag Persönlich 0
Hobby-Sonntag

 

Diesen Sonntag möchte ich euch mit auf eine Reise in eine ferne, ferne Zeit nehmen. In eine Zeit, wo Menschen sich auf den Mond zurückgezogen haben und Androiden die Erde überließen. Wo Zerstörung und Kämpfe das Überleben bestimmen. Wo sich die Natur Stück für Stück eine Stadt zurücknimmt, wo man auf Adam und auf Eva trifft.

Nicht in einem Buch. Weder Hörbuch, noch Hörspiel ist es, dass ich euch heute vorstellen werde. Dieses Mal nehme ich euch auf die Reise mit in ein Spiel, dass mir immer wieder und wieder Freude bereitet.

Von daher heiße ich euch heute am Sonntag zum zweiten Hobby-Sonntag willkommen. Und entführe euch in das einzigartige Spiel NieR: Automata.

NieR Automata Startbildschirm

 

Da ich schon so einige Stunden on- und offline im Spiel verbracht, gegen Maschinen und seltsame Monster gekämpft habe (Godzilla ist mir zum Beispiel schon begegnet), bin ich auch Stück für Stück in der Story vorangekommen. Habe alle drei Hauptenden beendet und Emil geholfen sich zu erinnern an sein anderes Leben vor dieser Story. So begann sich nach und nach mein Startbildschirm zu verändern. Bis ich zu diesem düsteren Startbildschirm gekommen bin, den ihr dort oben seht.
Es ist wirklich eine Besonderheit des Spieles, dass sich eure Umgebung mehr und mehr verändert je länger ihr spielt, je mehr ihr an Informationen sammelt und Quests freischaltet. So gibt es 26 Enden in dem Spiel. Was nicht bedeutet, dass man es auch wirklich 26 mal durchspielen muss. Die drei Hauptenden sind dabei vorgegeben und nur eines dieser Enden ist ein bisschen variabel. So kann man ganz am Ende des Spieles im Abspann im Weltraumshootermodus sein Können unter Beweis stellen, oder auch auf Hilfe zurückgreifen und dabei seine ganzen Spieldaten verlieren.

 

NieR Automata Speicherpunkte und freigespielte Enden

NieR: Automata ist keine leichte Koste, das muss ich ehrlich zugeben. So verbindet dieses Spiel neben einer klasse ausstraffierten Welt auch einige Spielmodi, die einen zum nachdenken anregen. Was ist Menschlichkeit, was sind Emotionen? Und vor allem, warum zum Teufel hat der Mensch es soweit kommen lassen.
Getrost kann man das Spiel ohne seinen Vorgänger Nier spielen. Doch ein bisschen Hintergrundwissen lässt einen die Zusammenhänge noch emotionaler verstehen. Wo doch die Grundlagen, des im Jahr 2010 entstandenen Teils, für diese Welt gelegt worden, die Mechanismen seinen Lauf nehmen und auch diese Story beeinflussen. Besonders wenn man Ende Y freispielen will (das einzige Ende, was mir noch fehlt, im übrigen), wird man mit einer Figur in Kontakt kommen, die schon damals ein Hauptelement innehielt.

NieR Automata Stadtruinen

 

Was an NieR: Automata so faszinierend ist? Es gibt verschiedene Gründe das Spiel zu mögen. Man bekommt drei Figuren an die Hand, welche man im Verlaufe der Story spielt. Und jeder dieser 3 Figuren hat ein eigenes Ich, ein eigenes Selbst, dass sich mit der Story entwickelt. Auch wenn sie alle nur Androiden in einer lebensfeindlichen Welt sind, wird einem schnell bewusst, was es wirklich bedeutet menschlich zu sein. Untermalt wird das Ganze mit einer Musik, die auf ihre Weise vollkommen in den Bann zieht. Sie ist sanft, verspielt, manchmal steigert sie sich, zieht seine Kreise in traurigen Melodien oder versucht das Ende einer Figur nicht ganz so hart abschneiden zu lassen. Rund um: Sie ist so gut, dass es sich lohnt sie auch ohne Spiel zu hören.
Entscheident für mich, ob ich einem Spiel länger Aufmerksamkeit widme, ist die grundlegende Story. Und hier haben die Entwickler, wie ich finde, wirklich ein gutes Händchen bewiesen. Zwischen den üblichen Komponenten eines RPGs mit einer Menge Quests, lässt das Spiel denen eine kleine Hintertür, die mehr und mehr über die dort gezeigte Welt erfahren wollen. Es gibt Erzählungen, die man vervollständigen kann, eine Menge von Nebenquests, die einen Stück für Stück mehr enthüllen und dann natürlich auch die verschiedenen Waffen und Gegner, die es zu vervollständigen gibt. Es gibt zweifelhafte Enden, in denen man sich in einem friedlichen Mascheinendorf in die Luft sprengen muss, um die drohende Gefahr auszuschalten oder aber auch Enden, die beweisen, dass man zusammen stärker ist. All das trägt zur emotionalen Eigenart des Spieles bei. Wer kann schon von sich sagen, dass er einen Alienangriff ganz am Ende des Spiels allein bewältigen könnte? Je besser man ist, um so mehr kann man diesen Weltraumshooter am Ende allein spielen. Doch sein wir ehrlich, ganz nach dem Motto von den Freelancern in Anthem, allein ist man stark, gemeinsam ist man stärker.
Die Komponente seine ganzen Spieldaten löschen zu lassen, um weiter voran zu kommen, ist dabei ein sehr gut gewählter Moment. Einen, den man zwar umgehen kann, um das wahre Ende zu sehen, aber es dennoch einen mit einem Gefühl zurücklässt, dass man nicht allein ist. So offenbart sich dann am Ende etwas, dass auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Doch ob es soweit kommt, dass müssen wir abwarten.

 

NieR Automata Feuerwerkt im Vergnügungspark

 

Ganz besonders, wenn einem die Figuren sehr ans Herz gewachsen sind. Mir zum Beispiel gefällt 9S am besten und ich spiele mit dem Gedanken ihn einmal zu cosplayen.
9S hat etwas an sich, was einen zu Beginn, wo man noch 2B spielt, aufhorchen lässt. Er ist derjenige, der trotz seines analytischen Denkens die Komponente reinbringt, dass die Maschinenwesen vielleicht doch denkende und fühlende Wesen sind. Zumal selbst die Androiden schon einen eigenen Charakter an den Tag legen, die es, nach Logik des Spieles es doch gar nicht geben dürfte. Und hier liegt, wie ich finde, die Quintessenz. Beim Spielen wurde ich auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen, auf eine, die mir des Öfteren in dystopischen Szenarien begegnet. Eine, die einen hoffen lässt, obwohl es keine Hoffnung gibt. Man will wissen was die Welt noch alles zu bieten hat, neben der Hauptstoryline. Und das ist eine Menge. So gibt es ein literarisches RPG von zwei Schwesternähnlichen Androiden zu bewältigen, einen Vertreter vom Vorgänger Nier sein Gedächtnis zurückzubringen oder ganz schlicht: Einen Turm bauen zu lassen, der bis zum Mond reicht. Klingt nach einer Menge Spaß. Ist es auch. Vor allem, wenn man immer tiefer und tiefer in die Story eintauchen will. Am besten lässt sie sich mit einer Pizza genießen, die man in den etlichen Zwischensequenzen verschlingen kann. Auch sollten diejenigen, die nahe am Wasser gebaut sind, sich eine (oder mehrere) Packung Taschentücher bereithalten. Denn trotz der Androiden, die vom Menschen ohne Emotionen erschaffen wurden, um den leblosen Maschinenwesen auf der Erde den Gar auszumachen, spielen Emotionen, Menschlichkeit und der Sinn des Lebens eine tragende Rolle. Eine, die definitiv die Quintessenz des Spieles ist.

 

NieR Automata Ladesequenz

 

Also, wer jetzt Lust bekommen hat selbst in diese Welt einzutauchen: Kauft euch das Spiel. Alle anderen, die nicht so gerne Spiele am Computer oder auf einer Konsole spielen, können sich die etlichen Walkthrough ansehen. Glaubt mir, dieses Spiel verändert einen auf eine Weise, die einen nicht mehr loslässt.

An diejenigen, die selbst schon NieR: Automata verfallen sind, was macht das Spiel für euch so besonders?

 

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