[Covermonday] Buchcover vorgestellt #5 ~ Rattatatam, mein Herz von Franziska Seyboldt

[Covermonday] Buchcover vorgestellt #5 ~ Rattatatam, mein Herz von Franziska Seyboldt

12. Februar 2018 (Buch)Vorstellung Beiträge Covermonday Persönlich 1

Es ist wieder Montag, bei der Montagsfrage geht es um Romanzen und was für mich dabei absolute No-Gos sind. Da das zu viel wäre, habe ich mich also für den Covermonday entschieden.

Dieses Mal gibt es nämlich beim Covermonday ein Buch, welches ich überraschend vom Verlag zugeschickt bekommen habe. Es beschäftigt sich mit einem Thema, dass gerne einmal still geschwiegen wird. Aber mit der Angst zu leben, dass ist etwas ganz normales. Das beweist Franziska Seyboldt mit diesem Buch… und ihrem Leben.

Zwar kam das Buch in meinen Umbauarbeiten am Blog, weswegen ich es ein bisschen aufschieben musste, aber nun ist es sogar das erste Buch, welches ich ganz ohne Blogpostsimports auf diesen Blog präsentiere.

Überraschungspost vom KiWi Verlag

Ich war ehrlich überrascht, als ich Post erhielt. Dabei hatte ich doch gar nichts bestellt. Oder doch? Hatte ich etwa im Traum ein paar Bücher bestellt, obwohl ich erst einmal auf einen Laptop sparen wollte?! Diese Angst kroch in mir hoch und als das erste, was ich aus der Verpackung zog, ein gelber Brief war, hämmerte mein Herz ebenso. Eigentlich hat man ja Angst vor gelben Briefen. Doch dieser, welcher in geschwungener Schrift meinen Namen trug, ließ ein ganz anderes Gefühl in mir erwachen. Neugier.

Doch eines nach dem anderen, habe ich mir gedacht und holte das Buch hervor. Der schlicht weiße Einband, dessen gelbe Streifen eindeutig ein sehr grandioser Akzente setzt, rief erst Verwirrung, dann weitere Neugier hervor. Schlicht ist ja immer ein bisschen mit Abstand zu betrachten. Doch schon las ich die ersten Zeilen und…

Und musste sagen, dass nicht der Einband mein Interesse weckte, sondern auch der Schreibstil von Franziska Seyboldt. Dieser ist so perfekt, so witzig und auch passend, dass mir beim lesen nicht nur ein Schmunzeln auf den Lippen liegt, sondern ich alles weitere um mich herum vergesse. Dieses Buch ist auf alle Fälle nicht nur unterhaltsam, sondern stellt sich auch gnadenlos einen Tabuthema, welches gerne einmal unter den Tisch gekehrt wird. Man will sich ja nicht dafür schämen müssen, dass einem an so manchen Tagen die Angst ins Ohr flüstert, dass es heute keinen Sinn hat mehr aufzustehen.

Angststörungen treten laut einer internationalen Studie häufiger auf als Depressionen. Und doch sind sie immer noch ein Tabuthema. Franziska Seyboldt will dies mit »Rattatatam, mein Herz« ändern.
Die Angst hat sich schon früh eingeschlichen in Franziska Seyboldts Leben. Und sie ist weit über das hinausgegangen, was man allgemein unter »ängstlich« versteht. Angst davor, mit der U-Bahn zu fahren, zum Arzt zu gehen, in beruflichen Situationen zu versagen, kurz: generalisierte Angststörung. Panikattacken. Millionen von Menschen kämpfen sich mit dieser Erkrankung und der daraus resultierenden Angst vor der Angst durchs Leben und sind wahre Meister im Ausredenerfinden geworden, notgedrungen. Warum spricht niemand darüber? Warum ist die Angststörung nicht so »normal« wie Depressionen oder Burn-out? Diese Fragen stehen am Anfang von Franziska Seyboldts poetischem und mutigen Buch, das ihren Weg durch die Angst beschreibt. Sie ist nie eingeladen, diese Angst, und doch immer dabei. Indem sie unter ihrem Klarnamen schreibt, befreit sich Franziska Seyboldt aus dem Zwang nicht aufzufliegen, keine Schwäche zu zeigen: »Ist man schwach, wenn man Schwäche zeigt, oder holt man sich gerade so die Kontrolle zurück?«, fragt sie.
Ein wegweisendes Buch, das eines der wichtigsten Themen unserer durchperfektionierten Gesellschaft aufs Tapet bringt.

 

Eine Antwort

  1. Moin,

    ich bin über das #litnetzwerk auf Deinen schönen Blog gestoßen – und ich muss sagen, es gefällt mir richtig gut hier!

    Das Buch klingt toll! Das möchte ich auch lesen.

    Ich wünsche Dir noch einen wunderschönen Sonntag und morgen einen guten Wochenstart!

    Herzliche Grüße von meinem Lieblingsleseplatz,
    Verena

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